Zeugnis einer über tausendjährigen Geschichte
Dienstag, den 19. August 2025, führte Frau Dr. Caroline Bäßler die Damen des Frauenforums durch den Osnabrücker Dom und durch die Ausstellung der Domschatzkammer im Diozösanmuseum. In Ergänzung zu der Führung organisierte Frau Eleonore Recker-Korte ein Kaffeetrinken im Stadtgalerie Café in der Osnabrücker Altstadt.
Der römisch-katholische Osnabrücker Dom St. Petrus, auch Dom St. Peter genannt, wurde in seinem ursprünglichen Bau im Jahr 785 durch den König des fränkischen Reichs und späteren Kaiser Karl der Große errichtet. Das heutige Gebäude basiert als spätromanische Basilika im Wesentlichen auf dem Dom, der im 13. Jahrhundert entstand.
Die Westfassade des Doms weist zwei unterschiedliche Türme auf, zum Norden hin der kleine Turm mit romanischen Fenstern und südlich ausgerichtet der wuchtige in spätgotischem Stil. Mit seiner Größe sollte den evangelischen Kirchen St. Marien und St. Katharinen gegengesteuert werden, deren Türme die markanteren sind. Die unterschiedlichen Türme des Doms wurden in stilisierter Form in das Logo des Bistums aufgenommen. Im 17.und 18. Jahrhundert ersetzte man die gotischen Turmhelme durch barocke Hauben. Als diese im zweiten Weltkrieg zerstört wurden, entschied sich das Bistum für die heutigen Pyramidendächer.
Bei der Ausstattung des Osnabrücker Doms sind von besonderer Bedeutung der Hochaltar und das Chorgestühl, Werke des Osnabrücker Bildhauers Heinrich Seling (1843 – 1912), das knapp 800 Jahre alte Triumphkreuz mit einer Corpus-Höhe von 3,85 Metern, das Taufgefäß aus Bronze aus der Zeit um 1225, die im Jahre 1752 von Johann Andreas Vogel gefertigte Kanzel und die große Orgel mit 53 Registern.
Direkt an den Dom wurde das Diözesanmuseum angebaut. Hier werden auf 500 m2 Exponate aus der über 1000 Jahren andauernden Geschichte des Osnabrücker Bistums ausgestellt. Besonders wertvolle Sachen aus dem Dom sind in der sogenannten Domschatzkammer untergebracht, u. a. dem Domschatz, die Reliquien der Bistumsheiligen Crispin und Crispinian, die vor ungefähr 1700 Jahren in Rom gelebt haben und als Märtyrer für ihren Glauben gestorben sind, sowie das Kapitelskreuz mit kostbaren Edelsteinen und einem Holzsplitter als Reliquie mit besonderer Bedeutung.
Organisation/Leitung: Eleonore Recker-Korte
