Fritz Wolf – der Karikaturist

Fritz Wolf (* 07.05. 1918 in Mülheim an der Ruhr; † 23.12.2001 in Bad Rothenfelde) war Grafiker und Karikaturist. Er arbeitete für verschiedene Tageszeitungen und Illustrierte. 1952 wurde er Hauskarikaturist der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Herr Jochen Prinz vermittelte am 12.11.2025 in seinem Vortrag über Fritz Wolf spannende Einblicke in das Leben und Wirken des bekannten Karikaturisten.

Eine Karikatur schwankt zwischen Satire und Humor – je nachdem ob sie verspottet oder nur charmant auf menschliche Schwächen zeigt.                                                                                  

Die Karikaturen von Wolf sind humorvolle Darstellungen, bei denen die Pointe häufig in der Zeichnung selbst liegt – oft ohne oder mit wenig Text. Die Komik entsteht durch Übertreibung oder einen unerwarteten Zusammenhang. Fritz Wolf hatte den Instinkt eines Spürhundes, der überall nach neuen Ideen für Karikaturen schnüffelt. Und doch blieb er dabei wie ein Seelsorger, der selbst in der kleinsten Dorfkirche noch Humor entdeckt.

Nach seinem Schulabschluss begann Wolf 1934 in Mühlheim eine Ausbildung zum Chemigrafen. Das war ein Fachmann in der Druckvorstufe, der chemische Prozesse nutzte, um Druckplatten herzustellen, die dann im Buch- oder Hochdruckverfahren verwendet wurden. Fritz Wolf arbeitete in seinem Beruf, bis er 1938 zur Wehrmacht einberufen wurde. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verdiente Wolf seinen Lebensunterhalt mit dem Bemalen von Lampenschirmen. Er volontierte in einem grafischen Atelier und studierte 1948 und 1949 Gebrauchsgrafik an der Folkwang-Werkkunstschule in Essen. 1949 zog er, inzwischen verheiratet mit seiner Frau Edith, nach Osnabrück, wo u.a. tausende politische Karikaturen entstanden. 1952 wurde Wolf von der Neuen Osnabrücker Zeitung verpflichtet, der er bis zu seinem Tod verbunden blieb.

Die Stadt Osnabrück ehrte den Karikaturisten und überzeugten Wahl-Osnabrücker Fritz Wolf 2003 mit dem Fritz-Wolf-Denkmal, ein Werk des Künstlers Werner Klenk. Die Büste Wolfs wurde in der Nähe des Osnabrücker Rathauses an der Kranstraße zwischen Fritz-Wolf-Platz und Fritz-Wolf-Passage aufgestellt.

Organisation/Leitung: Josefa Horstmann