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Neuer Vorstand nimmt nach Jahreshauptversammlung Arbeit auf

Frauenforum“ setzt Tradition von 1949 fort

Über 50 der fast 120 Mitglieder des Frauenforum Osnabrück waren zur ersten Jahreshauptversammlung des unter neuem Namen auftretendem Vereins erschienen.

Die bisherige Vorsitzende Maria Möller wurde mit viel Lob für ihre Arbeit verabschiedet. Sie hatte den bis Ende des Jahres 2017 unter dem Dach des bundesweit agierenden Deutschen Frauenring e.V. aktiven Verein in eine neue Rechtsform überführt und so auch finanziell den Fortbestand gesichert. Zur neuen Vorsitzenden wurde Doris Schomaker gewählt.

„Auch das Frauenforum wird die Tradition des 1949 in Osnabrück gegründeten Ortsrings Osnabrück des Deutschen Frauenrings fortsetzen, sich für die Belange der Frauen in der Gesellschaft einsetzen.

Mein Ziel ist es, das Frauenforum als unabhängige, überkonfessionelle und engagierte Gemeinschaft von Frauen in eine gleichberechtigte und weltoffene Zukunft zu begleiten. Mit interessanten Vorträgen zu aktuellen Themen, mit Diskussionen und geselligen Veranstaltungen werden wir auch in Zukunft unseren Mitgliedern Anregungen geben und uns in gesellschaftliche Probleme einbringen“, äußerte sich Doris Schomaker nach ihrer Wahl.

Als Zweite Vorsitzende wurden Brigitte Deppen und als Schatzmeisterin Christa Ketteler im Amt bestätigt. Neue Schriftführerin wurde Agnes Kenkel.

Engagierte Mitglieder des Frauenforums erarbeiten drei Mal im Jahr ein aktuelles Programm und setzen es auch organisatorisch um.

Das neue Programm für die nächsten Monate bietet viele interessante Veranstaltungen: Beispielsweise im April informiert Kriminalhauptkommissar Brockschmidt unter dem Titel „Vorsicht Falle – Warnung vor falschen Polizisten, Enkeltrick usw.“ zu aktuellen Tricks der Betrüger und empfiehlt richtige Verhaltensweisen.

Im Mai steht die Natur im Mittelpunkt des Interesses. „Die Geheimnisse der Rosenkultur“ werden bei einem Besuch der Gärtnerei Niehenke gelüftet.

Nähere Informationen, auch zu „Schnuppermitgliedschaften“ erhalten Sie von Frau Doris Schomaker unter Telefon 0541/83335.

Osnabrück, März 2019

„Freundschaft kennt keine Grenzen“ – Besuch vom anderen Diplomatischen Korps

Fünf junge Menschen aus Osnabrücks Partnerstädten haben uns an diesem Nachmittag einen Einblick gegeben in die Städte und Länder ihrer Herkunft

Nach den Ausführungen von Herrn Koopmann, dem Leiter des Städtepartnerschaftsbüros, ist diese Form der Städtepartnerschaft einmalig in Deutschland.

Seit 1965 finden diese regelmäßigen Austausche statt.                                                                            Bis heute haben etwa 250 junge Frauen und Männer hier in unserer Stadt des westfälischen Friedens als das  „andere diplomatische Korps“ gearbeitet.                                                                    Voraussetzungen für den einjährigen Aufenthalt sind ausreichende Sprachkenntnisse.

Im Rahmen eines kleinen Lichtbildervortag bekamen wir einen Einblick

  • in die Sehenswürdigkeiten Ihrer Städte und der Umgebung
  • in ihre Tätigkeiten, z.Bsp.
  • Vorbereiten von Schüler- und Vereinsbegegnungen,sie betreuen  Gäste aus Osnabrück, dolmetschen bei offiziellen Empfängen und fertigen Übersetzungen zum Beispiel für die Öffentlichkeitsarbeit an und sie arbeiten an Projekten mit.
  • Daneben organisieren die Städtebotschafter Bürgerreisen und bieten Stadtführungen an.
  • Zum Abschluß hatten die Städtebotschafter noch für uns kleine Filmpräsentationen über ihre Heimatstädte parat.
  • an diesem kurzweiligen  Nachmittag wurde uns von den fünf jungen Menschen gezeigt, mit welcher Offenheit sie ihre Städte und Länder vertreten, Grenzen überwinden und Beziehungen vertiefen und was es heißt : „Freundschaft kennt keine Grenzen“ zu leben.

Herzlichen Dank für diese Bereicherung!

Gabriele Kraemer, 22.01.2019

Städtebotschafter 2019

Franz Werfel ( 1899 bis 1945) Leben und Werk.

 

Über dieses Thema referierte Herr Herbert Hähnel, der in seinen letzten Berufsjahren Leiter des künstlerischen Betriebsbüros am hiesigen Theater war. Herr Hähnel ist seit einigen Jahren Leiter unseres Literaturkreises. Dort beschäftigten wir uns mit Franz Werfel, besonders mit seiner Novelle „Eine blassblaue Frauenhandschrift“.

Franz Werfel war österreichischer Schriftsteller jüdisch-deutschböhmischer Herkunft und Sohn einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie. Nach seinem Militärdienst im ersten Weltkrieg arbeitete er in Leipzig als Lektor im Verlag Wolff. Ab 1917 war Werfel im Kriegspressequartier beschäftigt. 1929 heiratete er Alma Mahler. Sie war zunächst die Frau von Walter Gropius und heiratete danach den Komponisten Gustav Mahler. Sie überzeugte Werfel, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen um zu reisen und zu schreiben.

Vor den Nationalsozialisten floh er nach Frankreich und versteckte sich in Lourdes. Dort gelobte er, ein Buch über die Ortsheilige zu schreiben. Dies Buch „Das Lied der Bernadette“ wurde ein großer Erfolg. 194o flieht Werfel mit Alma Mahler, Heinrich und Golo Mann zu Fuß über die Pyrenäen nach Spanien und Portugal, um von dort in die USA zu gelangen.

Franz Werfel war ein eifriger Schriftsteller, schrieb mit großem Erfolg 15 Dramen, 9 Romane. z.B. „Verdi, Roman der Oper“. Glaube, Schuld, Werteverfall und Historie waren seine Themen.

Übrigens lasen wir im Literaturkreis seine oben bereits erwähnte Novelle mit großer Begeisterung. Die anschließende Diskussion war lebhaft und man einigte sich „mehr“ von Franz Werfel zu lesen.

Leitung: Brigitte Deppen

2018 „Osnabrück wird Frauenort“

 

Frau Wiltrud Schwartz berichtet über den 35. Frauenort in Niedersachsen,                                        Osnabrück – Bad Iburg.                                                                                                                                  Frauenorte berichten über bedeutende Frauen, deren Geschichten zu unserem kulturellen Erbe gehören. Zu diesen Frauen gehört Frau Cilli-Maria Korneck-Salis.                                                          „Gewalt gegen Frauen“ war ihr Thema, das sie bis ins hohe Alter umtrieb. Ihre Mitstreiterin war übrigens unsere Referentin, Frau Wiltrud Schwartz. Frau Korneck-Salis gründete 1978 einen Verein „Zum Schutz misshandelter Frauen“. Nach langen Verhandlungen konnte sie 1981 das erste Autonome Frauenhaus und 1992 das Flüchtlingshaus in Osnabrück gründen.

Eine Erinnerungstafel am Rathaus Osnabrück erinnert an Frau Korneck-Salis, die 1923 in Berlin geboren und 2010 in Bad Iburg gestorben ist.

Osnabrück, 09.Oktober
Brigitte Deppen

Kloster – Garten – Krankenhaus

Bei herrlichstem Frühlingswetter trafen wir uns am Schäferbrunnen vor der Klosterkirche auf dem Gertrudenberg.                                                                   Vor gut 1200 Jahren wurde hier eine Kapelle gebaut, aus der später ein Benediktinerinnenkloster hervorging. Der Blick vom Klostergarten auf Osnabrück faszinierte alle Teilnehmer. Hier wurde der Satz, so nah und doch so fern, sprichwörtlich. Dom, Katharinenkirche und Marienkirche waren zum Greifen nahe. Der Klostergarten, der immer zugänglich ist, entpuppte sich als Kleinod

Im 19. Jahrhundert wurde der Klosterbetrieb eingestellt, dennoch lohnt sich der Besuch der Klosterkirche. Hier befindet sich der einzige erhaltene barocke Hochaltar Osnabrücks. Die Ereignisse des 19.Jahrhunderts prägen das Erscheinungsbild des Gertrudenberges bis heute.                                     In der Mitte des 19.Jahrhunderts wurde hier die „Provinzial ständische Irrenanstalt“ eröffnet – ein Begriff der keineswegs diskriminierend gedacht war.

Eine großzügige Anlage mit Billardraum und der bis heute erhaltene Festsaal gehörten zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

In dem Haupthaus des inzwischen privatisierten Krankenhauses, das das Wappen des Hannoverschen Königshauses im Giebel trägt, befindet sich heute ein Teil der Universität mit der Fachrichtung Psychotherapie.                                                                                                                                                   Nur einen Steinwurf entfernt entstand beinahe gleichzeitig, auf Initiative des Osnabrücker Tuchhändlers Senator Wagner, eine der schönsten Gartenanlagen der Stadt, der Bürgerpark, etwas für Naturliebhaber und Gartenfreunde.                                                                                                          Zwei Stunden sollte die Führung dauern. Anfangs erschien uns diese Zeit lang, am Ende konnten wir gar nicht genug erfahren, über diese drei so unterschiedlichen Themen: Kloster – Garten -Krankenhaus.                           Aber gerade die Vielfalt machte diese interessante Führung zu einem wunderbaren Erlebnis.                                                                                                                                                                                                                                

„Theater einmal anders „ ,

unter diesem Motto fanden sich am 11.10.2017 interessierte Damen im Theatervorraum der Osnabrücker Bühne zum geführte Rundgang ein.
Nachdem jeder seine Spende von 6,00 € an „ Oskar „ bezahlt hatte, ging es erst mal in den Zuschauerraum, wo sich Frau Maria-Louise Tralle zuständig für Marketing und Gruppenbetreuung vorstellte und uns einen kurzen Überblick über das 4-Sparten Theater gab. Interessant war zu beobachten wie auf der Bühne die Kulisse für die Abendvorstellung aufgebaut wurde- ein emsiges Treiben.
Dann ging es los, als erstes hinter die Bühne. Das erste Erstaunen war groß wie gewaltig der Raum sich ausdehnte. Die Technik wie Drehbühne, Scheinwerferanlagen mit den dazugehörigen Bedienungspulten, dazwischen die wuselnden Bühnenarbeiter beeindruckten uns sehr. Treppab ging es dann unter die Bühne. Die Drehbühne mit den vielen technischen Möglichkeiten, die Motoren für die Seilzüge um die Kulisse zu bewegen, erweckte bei uns Bewunderung. Was für ein Aufwand!
Und nun begann das Treppen steigen, vorbei am Übungsraum für die Tanztruppe, denen wir durch die Fenster kurz zuschauen konnten. Die Probenräume für die Schauspieler und Sänger konnten nicht betreten werden, da eifrig geprobt wurde. Bitte nicht stören! Ein Blick in den Chorproberaum war möglich.
Die Schneiderei war das Ziel. Jede Menge Stoffe, Bänder und Zierrat lagen für uns heillos durcheinander. Hier werden die Kostüme für die Darsteller angepasst oder aber neu angefertigt.
Nun interessierte uns die Kleiderkammer. Bei der Männergarderobe konnten wir eintreten und wir sahen als erstes nur Hüte, Hüte, Hüte. Für jede Größe und Thema waren die Anzüge, Jacken Hosen etc. hängend geordnet. Nur ein kleiner Teil lagert im Theater, das meiste ist ausgelagert, z.B. in der Rheiner Landstraße. Das gilt auch für die Kulissenteile. Zu jeder Aufführung fahren große LKWs die benötigten Teile zum Theater bzw. wieder zurück. Eine gewaltige logistische Leistung. So haben wir erfahren, das allein 800.000 Kostümteile verwahrt werden.
Ebenso konnten wir ein Blick in den Requisitenraum werfen. Unmengen von Geschirrteilen, Gläsern, Gartenzubehör und Kunstblumen standen in den Regalen. Wer hat da noch die Übersicht?
Dann hieß es schnell in die Perückenabteilung, sie hat gleich Feierabend. Also wieder Treppen laufen, vorbei an Umkleideräume, schnell eine Blick hinein, na viel Platz gibt es nicht. Und dann standen die Köpfe aufgereiht mit prachtvollen Perücken aus jeder Epoche, ob mit mächtigen Frisuren oder als Glatzköpfe. Fast alles aus asiatischen Echthaar wie wir erfuhren.

1.5 Std. Führung waren schnell vergangen, es ging zurück zum Ausgangspunkt. Mit der Gewissheit, das eine Theateraufführung viel Aufwand, Kraft , Zeit und finanzielle Mittel benötigt ging ein erlebnisreicher Nachmittag zu Ende. Wir bedankten uns bei Frau Tralle herzlichst und übergaben das Spendergeld für „Oskar“, denn nun wissen wir wie nötig die Zuwendungen sind

„Personen der Reformation und was sie uns heute sagen wollen“

An diesem Nachmittag konnte uns Frau Dr. van de Loo begeistern mit dem Satz:“ Die Zeit der Reformation wurde nicht nur von Luther geprägt“. Sie skizzierte die Lebenswege sehr unterschiedlicher Personen  zu jener Zeit, insbesondere der Frauen, die die Reformation geprägt haben.                                                                                                                                                                              Katharina von Bora  ( 1499 – 1525 )
So außergewöhnlich wie der Reformator war auch die Frau an seiner Seite, so spannend wie sein Lebensweg verlief auch der ihre.  Die berühmteste „Pfarrfrau der Welt“ führte nicht nur einen großen Haushalt, sondern sie war ihrem Mann auch eine unentbehrliche Gefährtin.                                Durch die Beherbergung von Studenten, die zahlreiche seiner Aussprüche aufschrieben, beugte sie wirtschaftlichen Nöten vor. . Sie betreute auch den finanziellen Teil zu Drucklegungen der Lutherschriften und erwarb sich Respekt in geistreichen und schlagfertigen Beiträgen zu Tischgesprächen und in Briefen.      

Cariatas Prickheimer    (1476 – 1532 )                                                                                                 eine große Frau der Reformation, die ihrem katholischen Glauben treu blieb und trotzdem für eine Erneuerung ihrer Kirche stritt. “ Hier stehe ich und widerrufe nicht“ ! – Caritas Prickheimer, Äbtissin des Klarissenkonvents in Nürnberg will nicht weichen Selbst Philipp Melanchthon als reformatorische Größe konnte sie nicht überzeugen. Sie bietet der Reformation die Stirn. Sie setzt sich nicht nur für ein Miteinander von Glauben und Wissen ein, sondern auch für die Gleichberechtigung von Frauen

 Katharina  Zell  (1497 – 1562),                                                                                                      eine der wenigen Laientheologinnen sah sich als Frau genauso wie die Männer aufgerufen, ihren evangelischen Glauben mit Wort und Tat zu bezeugen und auch öffentlich zu verteidigen. Alle theologischen Aussagen und Einstellungen hatten sich an der gelebten Nächstenliebe zu bewähren.

 

 

„Verwirrspiel der Perspektive“

„Schauen, Gehen, Innehalten“

Der Künstler Felice Varini , der seit 40 Jahren in Paris lebt, hat für Osnabrück gleich zwei große Installationen gefertigt. Hierbei stehen Kirchen im Mittelpunkt. Vier blaue Kreise haben ihre Miittelpunkte auf der Fassade des Chors der Marienkirche und erstrecken sich über die Häuserfronten der auf die Kirche zuführenden Marktstrasse. Wandert man aus der Fassadenbemalung hinaus Richtung Dom und dreht sich dann um , fügen sich die kuriosen Bögen, Formen, Streifen und Kreuze zu einem Ganzen zusammen – es entstehen vier blaue Kreise.

Ähnlich erging es uns bei der Doppelinstallation  im Kirchenschiff der Kunsthalle Osnabrück. Die Wände, Gewölbe und zum Teil die Bänke des Chors, des Ortes, wo einst die Mönche saßen, sind mit orangroten Streifen, Linien und Bögen versehen.

Varinis Kunstwerke laden ein, im Gehen zu sehen, wie Dinge sich entfalten, entzerren oder sich ineinander fügen, jeder darf seinen eigenen Standpunkt suchen  und seinen Gedanken freien Lauf lassen.

Das Interesse der Frauen war so groß, dass wir zwei Gruppen gebildet haben.

 

 

 

Tagesfahrt zu einer der schönsten Städte der Niederlande — Haarlem

Der Keim  zu diesem Tagesausflug wurde von unserer holländischen Städtebotschafterin gelegt. In der Frühe ging es mit dem Bus los, drei Stunden Fahrt. Regenschauer begleiteten uns.Kein gutes Omen für einen Besichtigung des Blumenkorso.  Um den Blutzucker zwischendurch aufzufüllen, gab es in der Pause den leckeren Wellmannschen Butterkuchen, mit Kaffee – vom Busfahrer gekocht. In Haarlem angekommen, starteten wir mit einer Stadtführung der besonderen Art,  vom Wasser aus. Kaum waren wir unterwegs, setzte erneut Regen ein, vorerst das letzte Schauer. Die vielen Informationen während der Fahrt mit dem Schiff durch die Grachten der wunderschönen Stadt machte es uns leicht, bei dem späteren Rundgang die Orientierung zu behalten.    Nach dem gemeinsamen Mittagessen, stand der Nachmittag zur freien Verfügung.  Für fast alle war der Blumenkorso, der sich durch die ganze Stadt zog, das nächste Ziel. Die Bilder sprechen für sich. Einige investierten ihre Zeit  in einen Museumsbesuch.                                                                 Für die Rückfahrt trafen wir uns an der Hubbrücke und es ging wieder gen Osnabrück, natürlich begleitete uns wieder ein Regenschauer.