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Besuch der Wärmestube

Im März besuchte eine Gruppe von ca. 30 Mitgliedern des Frauenring Osnabrück die Wärmestube im ehemaligen Franziskanerkloster an der Bramscher Str..
Seit 2011 leitet Diakon Joachim Meyer mit drei Schwestern des Thuiner Franziskanerordens diese soziale Einrichtung. Neben warmen Mahlzeiten gibt es Sanitärräume, eine Kleiderkammer, Waschräume für die eigene Kleidung, Aufenthalts- und Behandlungsräume für die medizinische Versorgung der weiblichen und männlichen Gäste. Heutzutage kommen nicht nur Wohnungslose sondern auch Langzeitarbeitslose, Suchterkrankte und Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Situation kein Auskommen haben, in die Wärmestube.
Um die vielfältigen Aufgaben dieser sozialen Einrichtung zu meistern, helfen 60 Ehrenamtliche. Denn die Wärmestube hat 365 Tage im Jahr geöffnet, 40.000 Essen werden im Jahr ausgeteilt, ca. 100 Gäste kommen täglich. Bereits um 6.00 Uhr in der Frühe öffnen sich die Türen für Hilfesuchende.
Finanziert wird diese Einrichtung durch Sach- und Geldspenden.
Alle Teilnehmerinnen waren beeindruckt von der Vielfältigkeit des sozialen Angebots. Um diese Arbeit zu unterstützen, brachten die Besucherinnen der FRG Sach- und Geldspenden mit.

Leitung: Brigitte Deppen

Jahreshauptversammlung 2017

Jahreshauptversammlung 2017

Die Vorsitzende Frau Möller leitete die Jahreshauptversammlung ein.
Sie bedankte sich bei den Anwesenden für die rege Beteiligung an den Veranstaltungen des vergangenen Jahres und lobte besonders die gute Zusammenarbeit im Vorstand.Daher fiel es ihr auch sehr schwer, das langjährige Vorstandsmitglied Gabi Hagemann zu verabschieden.
Durch ihre offene und fröhliche Mitarbeit,insbesondere auch durch die Organisation der Reisen, hat sie den Frauenring bereichert.
Wir freuen uns, dass sie dem Vorstand auch weiterhin zuarbeiten möchte.
Ebenso bedankte sich Frau Möller bei den beiden Kassenprüferinnen, die nach 20 Jahren diese Tätigkeit beenden möchten.Vielen Dank
Danach wurde ein neuer Vorstand gewählt. Der „alte“ Vorstand wurde bestätigt, neue Beisitzerin nach dem Ausscheiden von Frau Hagemann wurde Frau Gutberlet, herzlichen Glückwunsch
Bei der Präsentation des Rückblicks wechselten sich Frau Möller und Frau Deppen ab.
Eine Zusammenfassung des Rückblicks über die Veranstaltungen 2016 kann unter dem folgenden Link als Power-Point Präsentation abgerufen werden (Dateigröße 48MB):
Jahreshauptversammlung 2017

Frühstück zum Könen und Kennenlernen im Neuen Jahr 2017

 

 

Zum gemeinsamen Jahresfrühstück 2017 trafen sich ca. 70 Damen im Restaurant „Wirtschaftswunder“ im Arcona Living Hotel. Das Buffet verwöhnte uns mit süßen, fruchtigen, herzhaften und fischigen Leckereien, die man zum ausgiebigen Frühstück gern genießt. Lebhafte Gespräche gab es an jedem Tisch, auch unsere „Gäste“ fühlten sich in dieser Gemeinschaft des Frauenring Os. wohl.

Nach dem Frühstück wurden wir – eingeteilt in drei Gruppen – durch die sanierte OsnabrückHalle geführt. Es gibt zwei große Säle und zehn weitere Tagungsräume. Deshalb eignet sich die Halle sowohl für Konzerte und Shows, sowie für Messen, Kongresse und Ausstellungen. Fast alle Räume sind dem Schloßgarten zugewandt und mit Balkonen oder Terrassen ausgestattet. Geschäftsführer Jan Jansen weist auf die diesjährige Herausforderung des dreitägigen Deutschen Stiftungstages hin, „full house“, ca 1.600 Gäste kommen.  Die OsnabrückHalle ist technisch, energetisch und optisch auf dem neuesten Stand und absolut barrierefrei. Es können mehrere Veranstaltungen gleichzeitig im Haus stattfinden, ohne dass sich die Besucher in die Quere kommen. Platz ist für 3200 Besucher.

Wir wünschen unserer OsnabrückHalle viel Erfolg.

 

Leitung: Brigitte Deppen

Osnabrück 11.01.2017

 

 

 

„ Leben ist Glühn“

Führung durch die Sonderausstellung Fritz Ascher im Felix – Nussbaum – Haus

80 Werke des von den Nationalsozialisten verfemten Berliner Expressionisten  Fritz Ascher sind in Osnabrück erstmals in Deutschland zu sehen. Sie stammen aus privaten Sammlungen in den USA und Europa. Rachel Stern, Kunsthistorikerin aus New York, erforschte das Leben des Künstlers Fritz Ascher.  Am 9.November trafen sich 20 unserer Mitglieder zur Führung durch die Sonderausstellung.

Fritz Ascher lebte in Berlin (1893 bis 1970) und stammte aus einer jüdischen Familie und wird mit acht Jahren evangelisch getauft. Seine künstlerische Vorliebe gilt der Satire.     Ferner spiegeln seine farbenfrohen Gemälde und Grafiken die Auseinandersetzung mit religiösen Themen , z.Bsp.im Bild „Golgatha“, wieder und zeigen seine Liebe zur Opern- und Theaterwelt wie im Bild „Bajazzo“ und der „Clown“. 1933 gerät Fritz Ascher ins Visier der Nationalsozialisten. Nach Gefangenschaft in Sachsenhausen und im Potsdamer Gefängnis überlebte er bis 1945 in einem Kellerversteck. Hier konnte er nicht mehr malen, seine Angst war zu groß, entdeckt zu werden. Er schrieb statt dessen Gedichte: „ Leben ist Glühn , Bestreben = Wesenheit des Gefühls“.

Dies ist eine Zeile aus seinem 1942 geschriebenen Gedichtes und Motto dieser Ausstellung. Nach Kriegsende widmet sich Ascher der Natur. Er findet seine Motive im Grunewald. Die menschliche Gestalt steht nicht mehr im Mittelpunkt seiner Bilder. Die Landschaftsbilder sind wenig farbenfroh. Sie sind Abbild des von Verfolgung und Ängsten gebrochenen Künstlers.

Für die Besucher eröffnete sich ein neuer Blick auf eine dunkle Epoche – gleichzeitig aber auch auf eine lange unerkannte Kunst.

 

Leitung Brigitte Deppen

Ein großes Herz für „Kleine Herzen“

Weihnachtspäckchenaktion 2016 für Waisenkinder in Russland

Mein Weg nach Vorontsovo – Russland von Herr Prof. Dr. Bernhard Stallkamp

„Man merkt nie, was getan wurde, man sieht nur, was noch zu tun bleibt“

Herr Dr. Stallkamp berichtete uns sehr emotions-und eindrucksvoll wie er zu dieser Aktion kam und den Frauenring Osnabrück für diese Aktion gewinnen konnte.
Ausschlaggebend waren die Briefe seines Vaters, der 1941/44 in Vorontsovo war.
Diese Briefe hatte er nach langer Zeit gefunden und sich auf den Weg gemacht, um den Ort zu besuchen, in dem sein Vater während des Krieges in Gefangenschaft geraten war.

Hier in Vorontsovo lernte er Frau Pascale Vayer kennen, die sich vor Ort um Waisenkinder kümmerte. Frau Vayer ist Österreicherin und lebt mit ihrer Familie in Wien. Sie hat selbst 4 Waisenkinder adoptiert und ihnen ein gutes Zuhause geschenkt. In Russland leben z.Zt. 600.000 Waisenkinder, die in Waisenhäusern von meist älteren und unerfahrenen Frauen betreut werden. Leider werden sie dort auf das spätere Leben nicht vorbereitet und landen z.T. in der Arbeitslosigkeit, werden kriminell, oder begehen Suizid.

Um den Waisenkindern, gerade zum Weihnachtsfest, eine kleine Freude zu bereiten, wurde von ihr die Aktion „Weihnachtsengel“ ins Leben gerufen.

Die Damen des Frauenring packten im letzten Jahr 18 Weihnachtspäckchen die auch alle ankamen, dieses machte uns Mut sich auch in diesem Jahr an der Aktion zu beteiligen.
28 Damen wurden gefunden. Die Päckchen werden in den nächsten Tagen auf den Weg nach Russland gebracht, damit sie noch zu Weihnachten ankommen, um den Kindern eine kleine Freude zu bereiten.

Alle Kinder hatten sich persönlich bedankt mit einem Foto und selbstgemalten Bildchen. Dieses sind nur zwei der 18 Kinder.
Der Vortrag war sehr gut besucht und Herr Prof. Dr. B. Stallkamp bedankte sich für das große Interesse der Damen des Frauenring.

Leitung: Gabriele Hagemann Osnabrück, den 04.10.16

Weihnachten 2016 – ein Päckchen kommt an
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„Siegfried Lenz“ – ein Chronist der Nachkriegszeit

 

Referent am heutigen Nachmittag, Dienstag den 25.10.2016 ist Herbert Hähnel. Von seinen fundierten Kenntnissen der Literaturwissenschaft profitiert einmal im Monat die Literaturgruppe des Frauenrings, und an diesem Nachmittag lauschen 45 Literaturinteressierte gebannt seinen Ausführungen über Siegfried Lenz. Denn durch die posthume Veröffentlichung des Frühwerks „Der Überläufer“ ist Siegfried Lenz wieder in den literarischen Blickpunkt geraten.

 

Der Schriftsteller lebte vom 17.3.1926 bis zum 7. 10. 2014 als freier Autor in Hamburg. Er ist ein großer Geschichtenerzähler, z.B. „ So zärtlich war Suleyken“, „ Das Feuerschiff“ oder „Schweigeminute“.  Weltruhm erlangt er mit seinen Romanen „Deutschstunde“, „Heimatmuseum“, „Die Klangprobe“.  Lenz gehört neben Heinrich Böll und Günther Grass zu den herausragenden Autoren der Nachkriegszeit und war Mitglied der Gruppe 47. Seine großen Vorbilder waren E. Hemingway und W. Faulkner. Lenz Werke  werden z.T. als „altmodisch“ kritisiert. Seine Stärke liegt aber in seinem Humor und seiner Gelassenheit. Er versucht, die Welt und die Menschen zu verstehen, will sie nicht beurteilen!

Erst nach seinem Tod wurde im Jahr 2016 der 1951 geschriebene Roman „ Der Überläufer“ veröffentlicht. Der Roman handelt von einem deutschen Soldaten, der sich gegen Ende des 2. Weltkrieges der Roten Armee anschließt. 1952 wurde die Veröffentlichung dieses Romans aus politischen Gründen zurückgezogen.

 

Herr Herbert Hähnel hat es verstanden, Bekanntes von Siegfried Lenz in die politischen und kulturellen Zusammenhänge zu stellen. Es war ein aufschlussreicher und interessanter Nachmittag.

 

Leitung: Brigitte Deppen

 

 

Besuch des Otto Modersohn Museums in Tecklenburg

Im historischen Haus Markt 9 in Tecklenburg, 1826 gebaut,
entstand durch private Initiative 2015 ein kleines Museum. Otto Modersohns Enkel, Prof. J. Modersohn aus Berlin erstellte mit dem Denkmalschutz Pläne für den gelungenen Umbau des Hauses Markt 9.
Das Museum zeigt Otto Modersohns (von 1865 bis 1943) Frühwerke. Diese lassen seine Liebe zur Natur erkennen. Deshalb zog es den Maler immer wieder nach Tecklenburg, um seinen dort wohnenden Bruder zu besuchen und um sich der Landschaftsmalerei zu widmen.
Diese ist seine Berufung! Otto Modersohn wendet sich von der „seelenlos“ empfundenen Akademieausbildung ab.
Seine Bilder „ Tecklenburg im Frühling, 1891“ oder „ Winter im Wellenberg, Tecklenburg 1892 “, zeigen seine Sehnsucht nach der Natur. Sie ist seine Lehrmeisterin geworden.

Die wunderbaren Bilder in den hellen Räumen des alten Hauses haben uns begeistert, und wir haben ein kleines Juwel ganz in der Nähe Osnabrücks entdeckt.

29. Juni 2016

Leitung: Brigitte Deppen

Führung über den Westerberg Campus

Das Wetter war eigentlich alles andere als ideal um das „ neu“ enstandene Universitäts- und Hochschulgebiet am Westerberg kennen zu lernen.
Aber 45 Mitglieder des FRG. Osnabrück trotzten dem Wetter und zeigten reges Interesse. Zwei Gruppen wurden von Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Erklärungen über die Entwicklung der Hochschule informiert. Sie führten uns zu 100 jährigen historischen Gebäuden, die als Kasernen für militärische Zwecke erbaut wurden und nach dem 2. Weltkrieg die britischen Soldaten beherbergten. Diese unter Denkmalschutz stehenden Häuser werden heute von der Hochschule genutzt.
Neue Gebäude mit moderner Architektur bilden auf diesem Gelände ein faszinierendes Kontrastprogramm. Neben der neuen Mensa begeistert vor allen Dingen das moderne Hörsaalgebäude mit frischer grüner Farbgebung und außergewöhnlicher Form. Es bietet den Studenten modernste Lehr- und Lernbedingungen. Ein weiteres Highlight ist die in diesem Jahr fertig gestellte Bibliothek. Die 130 Meter lange „gewaltige“ Fassade erschreckt den Besucher. Aber der Eingangsbereich wirkt hell und freundlich. 800 Leseplätze sind mit modernster Technik ausgestattet. Hier sind zwei Bibliotheken, die der Hochschule und die der Universität nun unter einem Dach.
Wir Besucher waren von der Größe und Ausstattung des Campus überwältigt. „Ach, wär man doch jung und könnte hier in Osnabrück studieren“, wünschten, dachten und sagten viele der Teilnehmerinnen.

Osnabrück, 27.April 2016
Leitung Brigitte Deppen

Geschichte und Geschichtliches der Astrid Lindgren

Über Astrid Lindgren, die  laut „Zeit“ als größte Kinderbuchautorin bezeichnet werden kann referierte  Dr.Martina Kreidler-Kos, Diözesan-Referentin in der Frauenseelsorge im Bistum Osnabrück .

Astrid Lindgren, eine humorvolle und jung gebliebene Frau, wuchs auf einem Bauernhof in Vimmerby in Smaland, Schweden,  auf.  Mit 18 Jahren, während ihrer Volontärzeit wurde sie schwanger, verließ die Kleinstadt Vimmerby und gab ihren Sohn in eine Pflegefamilie nach Kopenhagen. Sie arbeitete zunächst als Sekretärin. Später heiratete sie Sture Lindgren, holt ihren Sohn zu sich zurück und bringt die Tochter Karin zur Welt.                                              Als Karin erkrankt muß sie ihr immer wieder die erfundene  Geschichte von Pippi Langstrumpf erzählen. Jetzt beginnt Astrid Lindgren das Schreiben, es entstehen in den folgenden 20 Jahren über 28 erfolgreiche Bücher. Nicht nur Kinder lieben die Bücher der „Schwedin des Jahrhunderts“

 

Leitung: Doris Schomaker

Osnabrück, 5.April 2016

Gebärdensprache – wie verständigen sich Gehörlose ?

Wer hat sie nicht schon gesehen, Menschen, die sich lautlos mit Gebärden unterhalten !

Pastor Bernd Klein und vier weitere Kollegen übernehmen in Niedersachsen die Seelsorge für Menschen, die gar nicht oder kaum hören können.
Beim Gottesdienst für Gehörlose, wenn Pastor Klein predigt, bleibt die Kirche still, Musik gibt es auch nicht, gesungen wird trotzdem.
Der gebürtige Sulinger hat die Gebärdensprache nach seinem Theologiestudium in Südafrika gelernt. Nach 10 Jahren kam er nach Deutschland zurück und musste umlernen, weil: „keiner meine Gebärden verstand“.
Bis heute machen ihm die verschiedenen „Gebärden-Dialekte“ zu schaffen und Predigten sind immer Übersetzungsarbeit.
Für Gehörlose muss er Worte immer wieder in eine verständliche Gebärde übertragen, „ich gebärde Wort für Wort“.
Bei Sätzen „Gott ist ein Gott der Gnade“ wird es besonders schwierig, den Begriff Gnade in Bildern mit Gestik und Mimik darzustellen. Selbst Hörende haben Schwierigkeiten damit, sich unter dem Wort Gnade etwas vorzustellen.
Zum Schluß des sehr kurzweiligen Vortrages stellte uns Pastor Klein noch einen Gesang vor und bat uns mitzusingen, Gehörlose singen mit ihren Händen.
Bedanken möchten wir uns bei Pastor Bernd Klein, dem „Vollblut“-Gebärdensprachler“, für diesen informativen Nachmittag

Leitung: Gabriele Kraemer
Osnabrück, 08.März 2016